Das Alte macht Platz für Neues

 Heute kommt der letzte Teil.

In Opladen gibt es zwei Eisenbahnstrecke und zwar die Personenzugstrecke und Güterzugstrecke, schon seit längerem wurde geplant die Güterzugstrecke neben der Personenzugstrecke zu verlegen.
Im Jahr 2014 wurden die ersten Bauarbeiten durchgeführt und 2015 war das Bahnhofgebäude Geschichte, denn das musste abgerissen werden. Neuer Name des Bahnhofs Opladen  "Palast der Tausend Winde". 

Hier könnt ihr sehen wie das alles ausgesehen hat

und so soll es mal aussehen 



Dieser Teil der Neuen Bahnstadt soll dann Bahnhofsquatier heißen 

Hier wo ich stehe ist noch ein kleiner Rest des Bahnhofsvorplatz zu sehen.
In der Mitte links der Treppenturm mit Aufzug, dieser Aufzug steht seit einem Jahr still und wird repariert im November 2022 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.
In der Mitte die Rampe und das Fahrradparkhaus, welches im Dezember 2022 fertig sein soll.
Unten seht ihr die Planung und Baubeginn soll Anfang 2023 sein.



Ich verlasse jetzt die große Zukunftsmusik und gehe zum "Eisenbahnerghetto und Hungerbunker", in Opladen heißt es so, da früher in den Häusern nur Eisenbahner gelebt haben. In der heutigen Zeit ist es anders, der Name ist geblieben und das ist in keiner Weise eine Demütigung oder was weiss der Henker. Die Bahner die dort wohnen sagen selbst, das sie im Ghetto oder Hungerturm wohnen. 

Diesen Spaziergang habe ich am Montag gemacht und am Bahnhof war ich zuletzt, nur das passt besser als Anfang.

Darum mache ich jetzt einen Sprung zum Anfang des Spaziergangs in der Robert-Kochstr.

Hier habe ich das Gebiet markiert, das ist noch eine alte Karte.

Diese ganze Eisenbahnsiedlung steht unter Denkmalschutz und wurde von 1903 - 1914 für die Mitarbeiter des Ausbesserungwerks erbaut. Für damalige Verhältnisse waren diese schon gut ausgestattet. Diese Wohnungen hatten sogar ein WC, zum Baden gingen die Werkmitarbeiter in das Badehaus des Ausbesserungwerks.

Robert-Kochstr 

Humboldtstr.

Friedrich Liststr.













Bahnallee 

Da wo einst die Güterzüge fuhren entstehen neue Häuser und das alles wird dann Bahnstadt-West genannt.
Hier hat die Henkelmannbrücke gestanden haben, leider habe ich kein Foto diese Brücke war viel schöner als die neuen.
Google hat mir geholfen und diesen Artikel habe ich gefunden.







Links ist der Hungerturm zu sehen, die Campusbrücke und rechts das Grundstück soll auch bebaut werden, der Investor ist insolvent und somit hat sich das erstmal erledigt.

Der "Hungerturm". Diese Wohnanlage ist in den 1970ern Jahren entstanden und diese waren dann im Gegensatz zu den alten Wohnungen komfortabeler. Die Mieter mussten natürlich dafür mehr Geld bezahlen und so mancher wurde gefragt wie er das bezahlt ob er den auch noch Geld zum essen hätte, so entstand der Name Hungerturm.

Als letztes zeige ich euch die Campusbrücke.
Bei dieser Brücke ist so einiges passiert und am Anfang führte diese noch über die Gütergleise nur hat man dieses bei der Planung vergessen und man musste diese dann verlängern. Als die Verlegung der Güterzugstrecke fertig war, musste die Brücke gesperrt und geändert werden.
Im Sommer wurde neben der Brücke eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden und bei den Aufräumarbeiten fuhr ein Bagger gegen einen Brückenpfeiler und beschädigte diese, somit wurde diese wieder gesperrt.

Dieser Bereich nennt sich nun Brückenpark.




Nun geht es auf der Bahnallee Richtung Busbahnhof oder auch Palast der 1000 Winde Nr. 2. 

So mit einem Denkmal, das in der Neustadtstr. steht (soll sobald Geld da ist, renoviert werden) möchte ich diese Serie beenden.

Kommentare

  1. Ich finde so städtebauliche Beiträge ja immer total spannend. Auch die Infos zu den Arbeiterhäusern etc. finde ich sehr interessant (Berufskrankheit offensichtlich). Danke fürs mitnehmen. LG heike

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  2. Vielen Dank für den feinen Spaziergang! "Palast der 1000 Winde" und "Hungerturm" - ich finde es immer sehr lustig, wie die Bewohner der Städte die neukonzipierten und wahrscheinlich schwer durchdachten Architekturprojekte taufen :)
    Einen Guten Rutsch in`s nächste Jahr wünsche ich Dir!
    Viele Gerüße aus Kopenhagen sendet Kristina

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