Grenzau im Kannenbäckerland

 Als ich vor einigen Wochen von Sayn nach Grenzau gewandert bin, fehlte mir die Zeit mir den Ort anzusehen, dieses wurde nachgeholt.

Nach mehrmaligen Umstiegen, erreichte ich den ehemaligen Bahnhof Grenzau 



Nach ca. 1km Fußweg durch den Wald 



Die umgefallenen Bäume werden liegengelassen
Ich krapple unten durch 



Hier kann ich fast aufrecht drunter hergehen 😀




Das dort liegende Hotel betreibt für die Gäste eine kleine Minigolfanlage



Ihr fragt euch vielleicht hä Kannebäckerland was ist das eigentlich 
In früheren Jahren wurden hier zahlreiche Tonvorkommen gefunden, seit dem 16. Jahrhundert wird hier das grau-blaue Westerwälder Steinzeug hergestellt, als Kannen, Becher etc mit einem bestimmten Muster, einige sammeln ja solche Krüge, ich habe keinen.
Hier findet ihr weitere Informationen.

Grenzau ist ist ein Ortsteil von Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis und 
wird von der Ruine der Burg Grenzau überragt, viele Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild, bei einem Stadtrundgang,  hier Themenweg genannt, erfährt man etwas über den Ort, zum liegt Grenzau mitten im Kannebäckerland 

Hier an einer ehemaligen Gaststätte 





Der Himmel wechselt stetig sein Bild

Gänseliesel


Der Brexbach 



Die Grenzauer Vase





Die Westerwälder Essensträgerin erinnert
 an die Zeit als die Frauen ihren Männern
 täglich das Essen brachten und das bei
 jedem Wetter. Die Männer waren meistens
 in Keramik und Tongruben beschäftigt.






Auch so ein kleines Örtchen hat eine Kapelle

Zur Burg gehe ich nicht hoch, da nur am Wochenende geöffnet 



Nach einer kurzen Pause, habe mir zuhausd Brote gemacht, leckere Leberwurst ist darauf, geht es weiter nach Höhr-Grenzhausen, dem Mittelpunkt des Kannenbäckerland

Der Brexbach begleitet mich


Das Kannebäckerland ist auch gut zu mit Radwegen zu erradeln, so kann man die Wanderwege im Wald den Fußgängern überlassen. Manchmal muß man als Fussgänger den Radweg benutzen, da es kein Fußweg gibt. 




Das größere Pferd passt gut auf



Die ehemalige Schlossmühle, auch als Ölmühle bekannt, hier mussten die Grenzauer ihr Mehl mahlen lassen, da es sich um eine Bannmühle handelt.

Mein Wissen habe ich von 
Hier, solltet ihr mal nach Grenzau kommen, dann solltet ihr euch den Themenweg abspeichern oder ausdrucken. Den Weg bin ich allerdings umgekehrt gegangen. Im Ort ist keine Haltestelle.



Es ist nicht weit nach Höhr-Grenzhausen, durch den Wald, es geht ein wenig Bergauf 


Als es aus dem Wald heraus geht, höre ich schon die A 3 rauschen, also die Nutzer der Autobahn.
Die Tiere lassen sich nicht stören und ich esse noch meinen mitgebrachten Apfel



Ein Blick zurück 


Keine 10 Minuten später bin ich in Höhr-Grenzhausen, im Ortsteil Grenzhausen.
Es fängt ein wenig an zu fieseln, ganz kurz stelle ich mich unter, praktisch das, das Keramikmuseum dort steht 
Feldbahn



Ich habe nun genug Zeit um die Bushaltestelle zu suchen, mein nächstes Ziel ist Siershahn
Dies alles ist aus Ton gefertigt 


Die Villa der Fa. Sahm, diese stellen Glas für die Getränkeindustrie her, 1900 wurde das Unternehmen gegründet.

So, die Bahnhofstraße habe ich schon mal gefunden 
Die Gaststätte ist nicht mehr und ein Zug wird hier auch nicht mehr kommen.
In früheren Zeiten gab es von Grenzau eine Stichstrecke nach Hillscheid über Höhr-Grenzhausen. Die Strecke wurde abgerissen und von Höhr-Grenzhausen bis Hillscheid wurde ein Radweg gebaut

Nun fährt der Bus mich nach Siershahn, 48 Minuten, Westerwald pur.

In Ransbach-Baumbach begegnen mir die Schienen der Brexbachtal. Die Bahn wird irgendwann wieder fahren, im Betrieb ist sie ja schon teilweise.
Bei der Hinfahrt bin ich hier umgestiegen, die hier gezeigte Collage ist von morgens.
Ransbach-Baumbach gehört auch zum Kannebäckerland, vielleicht werde ich mir diese noch anschauen.


In Siershahn habe ich fast eine Stunde Aufenthalt aber egal, in einem Café trinke ich eine Kaffee und esse ein Käsebrötchen und ein Schokobrötchen, genau richtig und ich kann die Schauer abwarten 

Nach 10 Minuten scheint wieder die Sonne.
Siershahn kann ich mir auch ein anderes Mal ansehen, denn Siershahn kann ich mit dem Zug erreichen. Auch Siershahn gehört noch zum Kannebäckerland.


Mein nächstes Ziel ist Hachenburg, der Bus fährt mich wieder hin, könnte allerdings auch mit Umstieg mit dem Zug hin, wäre allerdings länger unterwegs, mit dem Bus sind 57 Minuten. Es geht natürlich wieder durch den Westerwald und es ist sehr abwechslungsreich, die Zeit vergeht wie im "Bus"🙂.

Hachenburg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und liegt 350 über NHN. 
In Hachenburg wollte ich zu Mittag essen, aber das war nicht möglich, ein Restaurant machte erst um 17:00 Uhr auf und eins hatte ich ins Auge gefasst allerdings Ruhetag.
Auf Döner und Pizza hatte ich keine Lust, tja ist auch kein Beinbruch, also ein kleiner Stadtrundgang, dabei sah ich ein Pärchen 3x, wir mussten lachen.

Eindrücke aus Hachenburg 





Ich stehe jetzt vor der Entscheidung Richtung Heimat oder Umweg. 
Umweg war meine Entscheidung, von Hachenburg fährt 1 x pro Stunde ein Bus nach Betzdorf/Sieg, also was sollen noch mehr Westerwald.
Am Bahnhof Hachenburg steige ich ein


Unter anderem werde  ich durch die Kroppacher Schweiz gefahren, sehr schön, das kommt auf die Liste.
Hier geht's rauf und runter und ich fühle mich wie im Urlaub, weit weg braucht man wirklich nicht.

Nach einer Stunde, die mir wie 10 Minuten vorkommen steige ich in Betzdorf aus, Betzdorf liegt im Landkreis Altenkirchen im Westerwald,  in früheren Jahren war das eine richtige Eisenbahnerstadt mit einem
 großen Bahnbetriebswerk.

Ein Foto gibt es nicht von Betzdorf.

Es ist lange jetzt schon einige Zeit her, ca. 5
 Jahre als ich das letzte Mal hier war, mich
 packt das nackte Grausen.

Leerstände wo man hinschaut und dazu

In der Altstadt gibt es noch ein Geschäft und ein Restaurant.
Ich ärgere mich, daß ich nicht direkt den RE 9 nach Köln genommen habe, so fahre ich
 mit dem nächsten Zug nach Wissen/Sieg
 dort finde ich ein Lokal an der Sieg, esse
 dort ein Championschnitzel mit Fritten und
 Salat.



Um 19:39 fährt der RE 9 nach Köln und das letzte Bild ist nun das "Henkelmännchen" in Köln-Deutz, heißt ja richtig Lanxess Arena 


Dann noch nach Opladen und weiter nach Bergisch-Neukirchen.

Jetzt ist die Reise beendet und alle Ziele habe ich planmäßig erreicht.





 



Kommentare

  1. Da hast Du aber eine große Tour gemacht. Sowohl per Bahn als auch per Pedes.
    Von den WW Töpferwaren gibt es ja mittlerweile auch andere Glasuren und Gegenstände.
    Liebe Grüße
    Nina

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    1. Ja, das stimmt und auch mit den Bussen hat alles geklappt.
      Der Westerwald ist ja auch sehr schön und abwechslungsreich und da gibt's noch einiges zu entdecken.
      Gruß
      Hannelore

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