Wahrzeichen Nr. 5, Bilder der Woche Nr. 50 und Geplauder

man nennt es bei uns Klaaf oder auch Schwade. Schwade ist meistens ein einseitiges Gespräch, also d.h. wenn einer dauernd redet und der andere kommt nicht zu Wort dann heißt es schwade.




Zu einem Klaaf kann es schnell kommen und dann kommt man vom " Höckschen aufs Stöckchen", es wird mehrmals Tschöö gesagt 
um dann doch noch weiter zu klaafe.

Nun ist ein Jahr her und am 20.12. fand die Trauerfeier in Magdeburg statt, für die Angehörigen und Überlebenden des Attentat ist seitdem alles anders.

Magdeburg der Mörder befindet sich im Hungerstreik und ist nicht verhandlungsfähig

Rede von Merz und Hasselhoff

Bald ist der Heilige Abend und eine weihnachtliche Stimmung kommt bei uns nicht auf, das ist schon seit Jahren so.
Wir verbringen diese Zeit und auch die Adventszeit stressfrei.
2019 waren wir das letzte Mal am 1. Weihnachtstag weg. Da waren wir mit meiner Schwester, Schwager bei meinen Eltern und feierten ein bisschen. Papa wusste schon gar nicht mehr, das Weihnachten ist. Mein Mann dachte, dass Papa einen Witz gemacht hat, woher wunderte er sich, warum eine trockene Scheibe Brot auf dem Tisch lag. Ich meinte nur: Leider ist es kein Witz und beide haben die Scheibe Brot vergessen.
Mama fragte öfters wem denn die Ohrringe gehörten, die haben wir dir geschenkt.

An diesem Tag wurde uns richtig bewusst, daß unsere Eltern im betreuten Wohnen nicht mehr hingehören.
Im neuen Jahr meldeten wir sie in verschiedenen Seniorenheimen an.

Wir hätten sie auch in der Nähe meiner Schwester unterbringen können, mein Vater war sehr stur und wurde sehr wütend er hat geschrien, so habe ich ihn noch nie erlebt.
Seine Demenz wurde immer schlimmer und er schlief auch sehr viel, Mama schimpfte darüber, und Papa mit Mama. Mama heulte, Papa vergass das er mit Mama geschimpft hat und rief dann meine Schwester an.
Diese wiederum setzte sich ins Auto und fand dann beide Händchen haltend auf der Couch vor.

Und dann kam der Lockdown  2020, das gemeinsame Essen und Unterhaltungen, Feierlichkeiten im Café des Service Wohnen wurden untersagt und es ging rapide bergab mit den Eltern. Im Mai endete ja der erste Lockdown unter gewissen Bedingungen.
Papa wollte bei schönem Wetter natürlich mit den anderen zusammen sitzen, nur durften ja nur eine bestimmte Anzahl Personen zusammen sitzen. Das hat er immer vergessen und er dachte die Leute hätten was gegen ihn.
Ungezählte Male habe ich es ihm erklärt, dass hat er direkt wieder vergessen.

Dann musste Mama im September 2020 ins Krankenhaus, mehrere Stunden verbrachten wir wartend vor dem Krankenhaus, denn rein durften  nur aBesucher. Noch nicht mal auf Toilette durften wir.
Meine Kusine erzählte uns, daß es ihr ähnlich erging, sie bekam allerdings mit, dass ein Türke zu einem Secrudy Mitarbeiter sagte: wenn sie mich hier nicht auf Toilette lassen, scheiße ich ihnen hier vor der Tür, dabei fummelte er schon an seiner Hose, natürlich durfte er daraufhin zur Toilette.

Während wir gewartet haben, suchte Papa Mama.
Als wir ohne Mama zurück kamen, lief er uns ganz aufgeregt entgegen und fragte wißt ihr wo Mama ist.
Er saß doch vorher neben Mama und hat noch Witze gemacht, denn wir hatten für Mama einen Krankentransport bestellt und er hat das alles mitbekommen.
Meine Schwester telefonierte um Hilfe, es war auch dem Pflegedienst nicht möglich jemanden für die Nacht zu schicken, so blieb sie dort. Währenddessen kümmerte ich mich um Papa, die Frage ob er schon zu Abend gegessen hat, konnte er mir nicht beantworten und so stellte ich eben Brot und sonstiges hin. Dabei fragte er mich noch öfters wo denn Mama sei.

Unser Tanz auf dem Vulkan endete mit dem befürchteten Vulkanausbruch.
Was hätten wir machen können, gegen ihren Willen ins Pflegeheim und anlügen sollen?
Wir hätten sagen können der Vermieter hat Eigenbedarf und hat gekündigt.
Nein, diese Lüge ging nicht.

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Sie hätten es gar nicht bemerkt.

Am nächsten Tag ging meine Schwester zur Hausärztin und diese hat auch Papa ins Krankenhaus überwiesen.

Im Oktober kamen nach einem längeren Krankenhausaufenthalt beide ins Seniorenheim. Mama verstarb im Oktober 2020 und Papa im Januar 2021. Beide sind Kriegskinder 1933 und 1929 geboren und hatten viele glückliche Jahre.


Manchmal kommt diese Zeit immer wieder hoch und es war keine leichte Zeit, zu sehen wie die Eltern immer mehr abbauen.

Also Weihnachten ist für uns eine ruhige Zeit geworden, ich backe nicht und es gibt auch keine Geschenke. Wir schenken uns nichts.
Zu Essen wird es wohl Heilig Abend eine mit Gemüse gefüllte Ente geben, dazu Rotkohl.
Meistens gibt es dann am 1. Weihnachtstag die Reste.

In den Geschäften wird nun Platz gemacht, nun sieht man schon die ersten Luftschlangen und sonstige Partyartikel für Silvester, Karnevalskostüme sind zu sehen und andere Deko, so sah ich eine goldene "Aladdinlampe" als Luftbefeuchter. Dahinter kamen immer Leute, daher konnte ich nicht knipsen.
Bald werden wohl bald die ersten Osterhasen zu sehen sein.

Bald ist wieder Silvester und vor 10 Jahren kam es zur Kölner Silvesternacht

Es kann sein, dass nun die letzten Bilder der Woche kommen. Es ist zwar noch keine neue Woche, allerdings habe ich vor nächste Woche und auch die folgenden Wochen das Büdchen zu schließen.
Das habe ich ja schon öfters geschrieben und dann trotzdem gepostet.


Um 17:30 Uhr gestern war ich sehr bedient, denn der Effzeh verlor das letzte Heimspiel gegen Union Berlin mit 0:1.
Dem Effzeh fehlt einfach ein "Knipser", Torchancen werden vertan.
Beim Effzeh wird wohl jetzt nicht nur der Christbaum brennen.

Die Bilder sind vom 20.12. ein trüber Tag auch in Burscheid.

Ach ja, in Burscheid hängt u.a. 

Sport gegen Rassismus für die Demokratie (von einem Sportverein), huch wir haben nicht vergessen, daß Ungeimpfte nicht mehr zum Sport gehen durften und von den Sportvereinen ausgegrenzt wurden.



Auf dem Bild ist das im Jahr 1914 erbaute ehemalige Badehaus zu sehen, dieses wurde 1976 geschlossen. Bevor es zum Kulturzentrum genutzt wurde, benutzte die Stadt es als Möbellager und es erfolgte ein Umbau zum Asylantenheim
Weiters hier


Daneben ist das Umspannwerk Burscheid 

Von wem die Skulptur ist, stand nirgendwo.



Ein bisschen Farbe habe ich auch gefunden 


Ende 

Kommentare

  1. Guten Morgen Hannelore,
    es ist tatsächlich so, wie du schreibst.
    Ich hatte ja mal in der Nachbarschaftshilfe viele Kurse in der Demenzpfelge. Ich bin ja - mit Zertifikat - ehrenamtliche Demenzpflegerin und habe hier auch ein wenig Ahnung. Natürlich ist auch schon eine ganze Zeit vergangen und man hat heute wieder andere Erkenntnisse gewonnen.
    Es ist tatsächlich so, dass die dementen Menschen alles vergessen. Ich werde wütend, wenn jemand sagt, dass sie "zu kleinen Kindern werden". Nein, manche vergessen sogar zu schlucken. In den Gehirnen der dementen Menschen sind Löcher, da ist alles weg. Zudem flüttert man keine Menschen, man reicht ihnen das Essen. Sodele!
    Zudem hat die Impfung hier auch noch einiges beigetragen, wie auch bei meiner Seniorin, die mit 88 Jahren nichts mehr machen kann. Sie ließ sich auch impfen, weil sie hier nirgends mehr hingehen hätte können. Man hat ihr erzählt, dass sie nicht mal mehr zum Doktor darf und vor allem nicht einkaufen.
    So ein saudummes Geschwätz, sie hats geglaubt, was hier passiert ist, ist ein Verbrechen. Nur, es sagt keiner und vor allem es gibt immer noch Leute, die glauben, wenn sie geimpft sind, sind sie geschützt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in der Vergangenheit soviele Menschen gab, die Turbokrebs, Herzkrank und Schlaganfälle bekommen haben.
    Viele Kollegen von mir sind gestorben, im Haus hier gabs Schlaganfälle von Leuten, die vorher kerngesund und sportlich waren.
    Ich möchte jetzt nicht weiter schreiben, aber es gibt dafür ein Wort, das ich aber lieber für mich behalte.
    Was hier an Geld rausgeworfen wurde an Masken und noch und nöcher und viele sind drauf eingefallen und wir wurden schlecht gemacht. Inzwischen habe ich mich dran gewöhnt ein "Nazi" zu sein. Von mir aus, ich bin nicht alleine.
    Es gibt Leute, die haben eben keine Ahnung, schreiben ständig über unsere Vergangenheit und waren noch nie in einem KZ oder haben sich mal mit dem ganzen befasst. Zudem haben sie ja auch gar keine Angehörigen, die das alles auch hautnah mitgemacht haben.
    Manche tun sich da schon soooo hervor und meinen, ach, du weisst ja was und wen ich meine.
    Es wird immer wieder hochkommen, mein Schwager starb im Krankenhaus und meine Schwester verflucht heute noch die Leute, die ihr verboten haben, sich von ihrem Mann zu verabschieden, das sitzt so tief.
    Nun aber gut, übrigens die Badewanne ist klasse ich habe das mal im Baumarkt als Sofa gesehen.
    Nun wünsche ich dir ein frohes Weihnachtsfest, doch bei mir kommt schon die Stimmung auf, wenn man einen so netten Enkel hat, der so pfiffig ist und alles so schnell erfasst, da kann man sich nur freuen.
    Ich schreibe noch am 24. eine kleine Geschichte, die mir unterwegs auf dem Rad so eingefallen ist, da kommen mir die besten Ideen.
    Habs fein und Gruß an Mann und Haus.
    Eva

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  2. Nun habe ich schon wieder vergessen das einzustellen, ist aber auch ein Ärgernis.
    Lieben Gruß Eva, jetzt nicht mehr anonym

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  3. Noch was, was mit unseren Steuergeldern passiert ist nicht in Ordnung, da wird verteilt und verteilt. Jetzt wurde schon wieder Geld verteilt, zinslos und das Geld werden wir wohl nie wieder sehen. Schulden machen ist modern, mir hat man beigebracht, dass man das nicht tut. Aber ich möchte nicht wissen, auf welchen Schuldenbergen manche Leute sitzen.
    LG Eva

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  4. Hallo Eva,
    es fehlen Synapsen, oder einfach ausgedrückt Verknüpfung fehlt.
    Was mein Vater noch gut konnte war Akkordeonspielen und auch Spiele wie Mühle. Wir haben auch mit den beiden Mensch Ärgere dich nicht gespielt.
    Bis 2020 ging es noch einigermaßen, wie bereits geschrieben ging es stark bergab mit den Coronamaßnahmen. Die Gesellschaft fehlte, das Zusammensitzen und Gespräche.
    Morgens und Abends kam der Pflegedienst, die haben ja nun auch nicht die Zeit, um lange zu reden.
    Mein Vater ist ein Tag vor seiner vorgesehenen Impfung gestorben, meine Schwester war ja Erstbetreuerin und dachte Papa hätte sich wohl impfen lassen.
    Ich hätte nicht zugestimmt.

    Mir hat die Badewanne auch gut gefallen, man kann so einiges entdecken.
    Viele Grüße
    Hannelore

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  5. die Badewannen-Bank ist ein richtiger Hingucker.

    wir starten morgen Richtung NATUR, Weihnachten und Silvester ganz still für uns, keinen Geschenke, kein Tamtam. ein bisschen Entenbrust mit Rotkohl und Kartoffeln gibt es an Heilig Abend, Weihnachten dann Gulasch und Reste. Hoffentlich regnet es nicht so oft, damit wir auch schön Spazierengehen können.

    ich wünsche dir schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

    lg gabi

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