Wahrzeichen Nr. 37/2026, Burscheid

 Im September an einem Sonntag ist in vielen Städten der Tag des offenen Denkmals und es ist dann möglich etliche Denkmäler zu besichtigen.


In diesem Jahr fuhr ich in unsere Nachbarstadt Burscheid, wie immer mit dem Bus. 12 Minuten Fahrzeit, nach Opladen sind es 7 Minuten und nach Leichlingen 10 Minuten. 

Als erstes besuchte ich das im Jahr 1850 gebaute Fachwerkhaus


Im Jahr 2011 kaufte es die freikirchliche ev. Gemeinde Burscheid, der Stadt Burscheid ab.
Sie entkernten das seit Jahren leerstehende und in Teilen marode Gebäude, alles was möglich war, wurde in Eigenregie unter Einhaltung des Denkmalschutz renoviert. Finanziert wurde es durch Spenden und durch das Land NRW.
Neue Fenster durften eingesetzt werden, allerdings mit Sprossen. Im ersten Obergeschoss mussten zwei alte Fenster erhalten bleiben, diese gehen nach vorne auf und so waren auch alle anderen, aus diesem Grund hat dieses Haus auch keine Fensterläden.
Der im letzten Foto zusehende Neubau wurde mit dem Fachwerkhaus verbunden.
Ich habe keine Fotos gemacht während der Besichtigung.
Das Fachwerkhaus wurde in früheren Zeiten als Wohnhaus von mehreren Familien gleichzeitig genutzt, es gab nur eine einzige Toilette.

Hier könnt ihr die Bauarbeiten sehen.

Leider habe ich vergessen zu Fragen, was mit diesem kleinen Fachwerkhaus passiert.






 Nach der Führung gab es einen Kaffee und ein Stück Kuchen gegen eine kleine Spende.

Dann bin ich zum Marktplatz und kaum ist man draußen regnet es.
Selbst das kleinste Fest geht nicht mehr ohne Absperrungen 


Nun kommt allerdings das Wahrzeichen Nr. 37.

Gezeigt habe ich die evangelische Kirche in Burscheid schon des öfteren, aber noch nicht von Innen, am Sonntag wurde auch dort eine Besichtigung mit Turmaufstieg angeboten, allerdings musste der Aufstieg aus Sicherungsgründen abgesagt werden.
Wird irgendwann nachgeholt, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, ich denke das wird wohl dauern.

Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert im Stil des Bergischen Barock erweitert. Beim Bergischen Barock hat man Elemente des Barocks eingefügt
Bergischer_Barock. Das hat allerdings nichts mit dem Bergischen Dreiklang zu tun.

Die ursprüngliche Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und gehörte zum Kölner Gereonstift und dem Heiligen Laurentius geweiht, allerdings wurde die Kirche 1570 evangelisch

Die Säulen, ob das Marmor ist?
Nein, unser Führer erklärte uns, dass es hierbei um polierte und angemalte Holzstützen handelt. Für mehr war kein Geld da.

Vor dem Altar soll das Grab von Thamerus (Pastor) sein, die Grabplatte hängt an der Wand










Auf der Empore, das sind noch die alten Bänke




Diese Wetterfahne stellt die letzten Worte von 
Jan Hus dar. Jan Hus wurde 1415 aufgrund eines Urteils des Konstanzer Konzils als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Seine letzten Worte sollen gewesen sein:
"Heute bratet ihr eine Gans, aber aus der Asche wird ein Schwan entstehen.

Historiker brachten später Luther mit dem Schwan in Verbindung, da er die Ideen von Hus aufgriff.

Ich schaue mal, ob ich die Wetterfahne bei besseren Wetter knipse und zeige es dann. Natürlich könnte ich die Bilder ersetzen, aber das wäre dann nicht mehr realistisch zum Sonntag.


Diese Bilder sind von Montag








Kommentare

  1. Liebe Hannelore,
    eigentlich wollte ich den Tag auch nutzen, aber irgendwie hat es dann doch nicht gepasst. Ich schaue mir solche alte Sachen auch gerne an. Wobei ich Fachwerkhäuser sowieso mag.
    Das Kircheninnere gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es ist sehr einfach und schlicht gehalten und trotzdem beeindruckend.
    Liebe Grüße - Jutta

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    1. Bei uns gibt's ja so einige Fachwerkhäuser, die auch unter Denkmalschutz stehen.
      Also eigentlich wollte ich die Führung in der Kirche gar nicht machen, als ich hörte das drr Turmaufstieg nicht möglich ist. Als ich gehen wollte, hat es so geschüttet
      Am Ende war ich froh die Führung mitgemacht zu haben.
      Gruß
      Hannelore

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